Rohr-in-Rohr Verfahren

Das Coatix-System eignet sich für die Sanierung von Rohrleitungen aus Kunststoff, Eternit, Gusseisen, Stahl und Edelstahl und kann im Nennweitenbereich von DN 35 bis 200 mm eingesetzt werden. Die Sanierung erfolgt mittels eines flexiblen Schlauchsystems, das auch durch komplexe Rohrführungen und Biegungen führt und eine maximale Einsatzlänge von 15 Metern ermöglicht. Je nach Anwendungsfall erfolgt der Materialauftrag entweder über ein rotierendes Bürstensystem oder im Spritzverfahren.

Dank der schnellen Aushärtung und Trocknung des Materials (ca. 3–5 Minuten) kann der Beschichtungsprozess mehrfach wiederholt werden, bis das neu sanierte Innenrohr eine Schichtdicke von etwa 3,5 Millimetern erreicht.

Präzise Schichtdickenkontrolle
Um eine gleichbleibende und definierte Schichtdicke von ca. 3,5 mm sicherzustellen, arbeitet das Coatix-System mit einer exakten, grammgenauen Mengenkalkulation. Vor jeder Sanierung werden sämtliche relevanten Rohrdaten erfasst, woraufhin das System die erforderliche Harzmenge automatisch berechnet.

Das Coatix-System ermöglicht die fachgerechte Sanierung von Löchern, Rissen und stark korrodierten Rohrleitungen. Zuläufe bleiben dabei sauber und vollständig offen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Liner-Systemen ist kein Auffräsen oder Aufspitzen der Zuläufe erforderlich, da das Material kontrolliert und präzise appliziert wird und sich optimal an die vorhandene Rohrgeometrie anpasst.

Spritzverfahren

Die rotierende Düse stösst das Material gleichmässig und kontrolliert auf die Innenfläche des Rohrs.
Dieser Vorgang wird mehrmals wiederholt, bis eine Schichtdicke von ca. 3,5 mm erreicht ist.
Dieses Verfahren eignet sich besonders für lange, gerade Rohre ohne Bögen oder Einläufe.

Bürstenverfahren

Die hohe Drehzahl des Bürstenaufsatzes sorgt dafür, dass das Material gleichmässig und kontrolliert auf die Innenfläche des Rohrs aufgetragen wird.
Dieser Vorgang wird mehrmals wiederholt, bis eine Schichtdicke von ca. 3,5 mm erreicht ist.
Diese Methode ist besonders für Rohre mit Bögen, Versatzungen und Einläufen geeignet.

Das Rohr-in-Rohr-Verfahren nach der Sanierung

Nach der Renovierung verfügt der Kunde über eine neue Kunststoffrohrleitung. Das neue, in sich geschlossene Rohr ist extrem langlebig und hält sowohl Druck als auch chemischen Substanzen und Gemischen stand – etwa Reinigungsmitteln oder heissen Fettmischungen. Ausserdem ist es äusserst widerstandsfähig gegenüber Temperaturschwankungen und weist eine hohe Schlagzähigkeit bei niedrigen Temperaturen auf. Seine Elastizität verhindert neue Sprödigkeit, Risse und Spannungen, die durch thermische Ausdehnung oder andere mechanische Beanspruchungen entstehen können.